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Jan Hus – Gedenken an den mutigen Reformator

Unternehmenskultur Konstanz

Liebe Freunde, Kollegen und Mitmenschen!

Heute denken wir an Jan Hus.

Vor 600 Jahren brannte der tschechische Theologe, Prediger, Reformator, Rektor der Karls-Universität Prag in Konstanz auf dem Scheiterhaufen.

Hus starb u.a. für seine Überzeugung, dass Christus und die Bibel der Mittelpunkt des Christlichen Glaubens sei. Er kritisierte kirchliche Machthaber, die das Volk über die Heilige Schrift in Unkenntnis halten, damit es gefügig bleibe. Deren Ablasshandel, Korruption, Wollust, Kriminalität, Intrigen, etc. kritisierte er öffentlich und war auch bei seiner Verhandlung im Konstanzer Münster vor allen Kirchenobersten und König Sigismund nicht bereit, seine Aussagen zu widerrufen. Sein Urteil lautete Häresie, als Ketzer wurde er vor den Stadttoren verbrannt.
Ca. 100 Jahre später hat Martin Luther sein Werk vollendet.

Jan Hus – ein Märtyrer? Ein Ungehorsamer? Ein Mann, der seine innere Wahrheit laut und deutlich aussprach und sich selbst dadurch in Gefahr brachte? Ein Edler, der sich selbst und andere nicht verraten, verleugnen wollte?

Was sich in Konstanz vor 600 Jahren ereignete ist meiner Meinung nach brandaktuell!

Heute werden die Menschen, die unpopuläre Ansichten haben zwar nicht mehr verbrannt, doch hat auch unsere Zeit genügend Instrumente, „Ungehorsame“ mundtot zu machen.

An diesem heutigen, denkwürdigen Tag möchte ich gern einen Denkanstoß geben, den Impuls aussprechen, uns selbst an die eigene Nase zu packen.

– Wann und an welcher Stelle bist du bereit, zu deiner inneren Wahrheit, deiner Überzeugung zu stehen?
– Wo hast du den Mut, Unpopuläres auszusprechen, auch wenn du dafür keine Anerkennung erntest?
– Wie weit würdest du gehen, um weder dich noch andere zu verraten?

Vor 600 Jahren hat das Konstanzer Konzil sein Ziel verfehlt, Einigung, Verständigung und Integration zu schaffen. Weltliche und Geistliche Machtabsichten haben das verhindert und ihre Opfer gefordert.

Möge es uns in unserer Zeit besser gelingen, bei jedem Einzelnen von uns, in unseren Beziehungen, Familien, Kollegien, Nachbarschaften, … Heute haben wir es in der  Hand, sind wir bevollmächtigt es in unseren Kreisen besser zu machen, zuzuhören, anerkennen, wertschätzen, verstehen – ohne zu verurteilen!

Viva!

Stefanie Aufleger

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