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STEAUF-Prinzip: Wie läuft ein Coaching in der STEAUF-Werkstatt ab?

Stefanie Aufleger, Inhaberin der STEAUF-Werkstatt in Konstanz am Bodensee, beantwortet Fragen, die für lebendige Unternehmen von Bedeutung sind. Wichtige Themenbereiche ihrer Arbeit umfassen u. a. Nachhaltigkeit, Gemeinwohl, soziale und ökonomische Gerechtigkeit, Corporate Social Responsibility und das Lernen von der Natur. Die Fragen wurden vom STEAUF-Team und der Studenten-Gruppe (bestehend aus: Anna Frauenfelder, Magdalena Körber, Stephanie Schoch, Niklas Gätschmann und Dominik Kulusic) ausgearbeitet und videotechnisch aufbereitet. Frage: Wie läuft ein Coaching in der STEAUF-Werkstatt ab? Stefanie Aufleger: Wie läuft ein Coaching bei mir ab? Das kann ich gar nicht so pauschal beantworten. Im Grunde, was für alle Coachings zutrifft, ist folgendes: Es kommt ein kunde, der hat meistens ein Problem und glaubt, bei mir eine Lösung zu finden. Warum glaubt er das? Weil wir natürlich als lebendiges Unternehmen, so verstehen wir uns, in einer Resonanz-Beziehung zu unserer Außenwelt stehen. Das heißt, wenn der Kunde mit einem Problem kommt, dann müssen wir diejenigen sein, die eine Lösung dafür haben. Hat er eine Frage, dann müssen wir diejenigen sein, die eine Antwort haben. Nicht, weil wir jetzt irgendwie glauben, wir sind so toll, so gut und so schön und können das alles, sondern weil eben Resonanz-Muster genauso funktionieren. Wie läuft jetzt so ein Coaching also ab? Ein Kunde kommt, stellt mir eine Frage, sagt, das und das ist die Situation, in der ich mich gerade befinde und ich stelle ihm eigentlich Gegenfragen und versuche, herauszufinden, um was geht es wirklich wirklich. In den meisten Fällen kommen die Kunden mit Symptomen. Hier blutet es und sie wären eigentlich schon zufrieden, wenn ich einfach ein Pflaster darauf babb, das kennen wir aus der Schulmedizin, machen sehr viele. Aber ich habe jetzt in meinem Werkzeugkoffer eigentlich keine Pflaster und ich bin auch nicht der Typ, der jetzt hier groß die Pflaster verteilt, sondern mich interessiert vielmehr, warum hat denn der Kunde das Problem. Also was steckt wirklich wirklich dahinter, was möchte er wirklich wirklich lösen? Und genau das ist der hohe Anspruch, den ich an Coachings habe, den ich aber auch an Konzepten habe, überhaupt an Beratungen, an unsere Arbeit hier habe. Wir wollen keine kurzfristige Linderung, also wir wollen kein Pflaster, sondern wir wollen eine langfristige Lösung und wir wollen , dass das Produkt, beziehungsweise das Problem des Kunden tatsächlich gelöst wird und nicht mehr auftritt, auch nicht mehr symptomatisch an anderen Stellen. Und das erarbeiten wir in einer Gesprächssituation, mit unseren Kunden in einem Coaching, damit der Kunde weiß, was steckt dahinter und damit er weiß, was brauche ich um den nächsten Schritt zu tun. Das heißt, wir lösen noch nicht mal das Problem, sondern wir befähigen den Kunden dazu, sein Problem selbst zu lösen, weil nur dann ist er unabhängig und frei von uns und von sonstigen Beratungen und Produkten und er hat sich weiterentwickelt und kommt in seinem Leben wirklich autonom und selbständig weiter voran. Das ist mein Anspruch an unsere Arbeit und ich glaube, den erfüllen soweit ganz gut, zumindest bekommen wir das von unseren Kunden als Feedback so übermittelt.

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