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5. Dezember 2022
Mit Speck fängt man Mäuse. Und mit Bonuszahlungen fängt man Arbeitskräfte? Das scheinen zumindest einige Unternehmen zu glauben. Die Jagd auf dem Arbeitsmarkt ist in vollem Gange und die Pirschjäger versuchen mit Tricks und Bonuszahlungen neue Mitarbeitende zu ködern.

Sind Bonuszahlungen bei Personalmangel das passende Lockmittel?

Ein alter Unternehmensberater-Spruch lautet: „Wer für Geld kommt, geht für Geld!“ Mit großen Scheinchen zu winken scheint also keine nachhaltige Lösung zu sein. Mehrere Studien belegen das und nennen die Folgen: Anspruchsdenken, hohe Fluktuation, Unruhe im Betrieb, Qualitätsverlust, sinkende Motivation und Produktivität …

Ohnehin finde ich es zweifelhaft, noch bevor was geschafft ist über Bonus zu verhandeln? Als ob man mit „Leckerlis“ die Gier wecken und Abhängigkeiten schaffen müsse … der Schuß kann auch nach hinten losgehen, wenn nicht klar ist, ob potentielle Mitarbeitende überhaupt etwas arbeiten WOLLEN. Manche suchen nur den Bonus – und „sind dann mal weg!“

Vor Kurzem unterhielt ich mich mit einem erfahrenen Jäger. Mit Jagd, Lockmittel und Nachhaltigkeit kannte er sich bestens aus. Mir wurde bewusst: Unsere Wälder sind u.a. deshalb so schön und gesund, weil sich Jäger um die Hege und Pflege von Natur und Wildtieren kümmern. Weidmannsdank!

Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema „Lebendige Unternehmen lernen von der Natur“ und frage mich: Was können wir vom jagdlichen Brauchtum für unserer Mitarbeitergewinnung lernen? Im Wesentlichen die drei R’s:

Erstens: RESPEKT! Kein guter Jäger trampelt den Wald rücksichtslos nieder oder „knallt“ ein Tier einfach so ab! Ihre Achtsamkeit für die Schöpfung zeigt sich im artgerechten Umgang mit allen Geschöpfen. Übertragen auf Unternehmen hieße das: Sowohl Mitarbeitende als auch das betriebliche Umfeld gehören gehegt und gepflegt, d.h.: wertschätzendes Miteinander und menschenwürdige Arbeitsbedingungen bei anständiger Bezahlung.

Zweitens: RÜCKSICHT! Jäger verschaffen sich Überblick und sind sich ihres Rückhalts bewusst, der sie schützt, ggf. auch warnt und verteidigt.
Im Betrieb sind das die langjährigen Mitarbeitenden, auf die Chefs selbst in Krisenzeiten zählen können. Eigentlich gebührt ihnen ein Treuebonus!

Drittens: RISIKO! Die Jagd ist riskant, immerhin hantierte man mit schwerem Geschütz. Ich kann es gar nicht oft genug betonen: In Führungspositionen brauchen wir kompetente Menschen, die wissen was sie tun und ihr Können in den Dienst des Gemeinwohls stellen.

So, ihr Lieben, jetzt leg ich mich auf die Pirsch und stelle meine schönen Sneaker von der Sneakerkönigin aus Isny vor die Tür. Falls auch ihr heute Nacht auf einen Bonus spekuliert, dann legt euch mal ins Putzzeug und poliert Eure Schühchen.

Gönnen wir uns selbst die Fülle,
Eure Stefanie

Freue mich über eure Kommentare!

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