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Irgendwas mit … KOMMUNIKATION?

KOMMUNIKATION 

Kommunikation ist aus meiner ganz persönlichen Betrachtungsweise heraus eines der bedeutendsten Themenfelder im STEAUF-Spiel. Wenn ich selbst in die Rolle der Spielleitern schlüpfe und einen Coachingprozess mit dem STEAUF-Spiel moderiere, dann richte ich auf das Feld Kommunikation einen starken Fokus. Das liegt zum einen sicherlich daran, dass ich während meines Berufslebens eine große Expertise im Bereich Kommunikation gewinnen konnte als Journalistin, PR-Beraterin, Kommunikationswissenschaftlerin, etc.. Zum anderen, und das ist wohl der Hauptgrund, bin ich der Meinung, dass für die meisten Probleme in Unternehmen und Teams der Ursprung meist in der Kommunikation zu finden ist. Viele Missverständnisse führen zu handfesten Konflikten, zu personellen, zeitlichen und finanziellen Verlusten. Dabei könnten sie oftmals so einfach behoben werden, wenn die Verantwortlichen mehr Feingefühl für den richtigen Ton und die richtige Kommunikation hätten.

WAS IST DIE „RICHTIGE“ KOMMUNIKATION? 

In meinen Seminaren zu Konfliktmanagement und Streitkultur stelle ich seit Jahren immer dieselbe Frage: Was ist der Unterschied zwischen Kommunikation und Informationsvermittlung? Den wenigsten Menschen ist bewusst, dass zwischen den beiden überhaupt ein Unterschied besteht. Wie selbstverständlich gehen die meisten Menschen davon aus: Informationsvermittlung ist Kommunikation. Grundsätzlich ist das nicht verkehrt, doch umgekehrt ist das nur teilweise richtig: Kommunikation ist nicht ausschließlich Informationsvermittlung, sondern viel, viel mehr!
Vom lateinischen Wortursprung „communio“ abgeleitet, bedeutet Kommunikation sinngemäß „Gemeinschaft haben“. Unter diesem Aspekt dient jedes Wort, jede Geste und Mimik, kurzum jeder Ausdruck dazu, Gemeinschaft mit anderen aufzubauen und zu pflegen. Schauen wir uns doch um: Wo in unserem persönlichen Umfeld kommunizieren wir, d.h. wo drücken wir uns so aus, dass Gemeinschaft entsteht?
Im privaten Kreis gelingt uns das noch eher: Selbst über Social-Media-Kanäle halten wir Kontakt mit unseren „Freunden“. Man mag über Facebook & Co. vieles sagen und denken und es gibt sicherlich eine Menge zu kritisieren. Persönlich stelle ich jedoch fest, dass ich über Facebook und WhatsApp wesentlich mehr am Leben meiner auf der Welt verstreuten Freunde Anteil nehmen kann und ich mich mit ihnen verbundener fühle, als es früher der Fall war. Zweifelsfrei klappt unsere Kommunikation über diese Kanäle besser als ohne sie.
In der beruflichen Kommunikation hingegen prägt vielmehr Informationsvermittlung unseren Alltag. Obwohl die Kommunikation in Unternehmen immer stärker professionalisiert wird und viel Geld in bessere Kommunikation investiert wird, kommunizieren Unternehmen doch oft am Wesentlichen vorbei. Das fiel selbst meinem Großvater einst auf, als er im Gespräch mit seiner Krankenkasse internen Irrungen und Verwirrungen ausgesetzt war. Zu einer Mitarbeiterin, welche die Missverständnisse „schön reden“ wollte, sagte er: „Sie sollten untereinander weniger kommunizieren, sondern mehr miteinander schwätza – dann würden Sie vielleicht auch verstehen, was Ihre Kunden von Ihnen wollen.“
Schauen wir uns doch um! Wo genau gelingt „communio“?
Die Krisen in meinem persönlichen, beruflichen, medialen, gesellschaftlichen Umfeld sind fast ausschließlich allesamt Vertrauenskrisen. In den meisten Fällen geht es darum: Der eine vertraut dem anderen nicht, der andere traut dem einen nicht über den Weg. Chefs fühlen sich von ihren Mitarbeitern nicht akzeptiert, Mitarbeitern mangelt es an Wertschätzung und Respekt. Führungskräfte beklagen mangelndes Engagement ihrer Mitarbeiter. Diese wiederum schreien nach Führung. Egal wo ich hinschaue: Überall haben wir Probleme in der Kommunikation. „Communio“ gelingt nicht! Die meisten sind als Einzelkämpfer unterwegs anstatt Teil eines Kollektivs, bzw. eines Schwarms zu sein.
Warum die zwischenmenschliche Kommunikation so häufig schief läuft, habe ich eigentlich erst richtig verstanden, als mir Prof. Josef Sawetz erklärte, wie das menschliche Gehirn funktioniert. In einer Vorlesung über Kommunikations- psychologie bekam Schubladendenken für mich eine tiefere Bedeutung.
Alle Impulse, die wir Menschen mit unseren fünf Sinnen aufnehmen, durchlaufen einen Emotions-Filter bevor sie zu einer rationalen Entscheidung führen. ALLE Impulse!
Das heißt umgekehrt: Keine Entscheidung, die wir treffen, ist rein rational. Gefühle beeinflussen unser Denken und Handeln.


EXKURS

Das menschliche Gehirn ist – ganz vereinfacht ausgedrückt – in drei Bereiche gegliedert (vgl. Sawetz, 2015: 331).
In das Stammhirn: Das ist ca. 300 Millionen Jahre alt und der älteste Teil in der Evolutionsgeschichte des menschlichen Gehirns.
Dort sind alle Urinstinkte gespeichert. Ein Sinnesreiz wie Licht, Lärm etc. aktiviert die Stammhirnzentrale und prüft: Muss ich kämpfen, flüchten, mich tot stellen, fortpflanzen – oder ist alles gut und ich kann mich wieder entspannen.
Je nachdem, zu welchem Urteil das Gehirn in einem Bruchteil einer Sekunde kommt, öffnen sich im Stammhirn Schleusen und der Reiz wird an dieser Stelle ins Zwischenhirn weitergeleitet (vgl. Sawetz, 2015: 186).
Auch wenn die externen Sinnesreize heute kaum noch existenzielle Bedrohungen darstellen (Wer begegnet in seinem Alltag schon einem Säbelzahntiger?), so prägen Urinstinkte die menschliche Kommunikation:
Wer flüchtet, weicht in der Kommunikation aus.
Wer kämpft, wird aggressiv.
Wer sich tot stellt, ist für andere unerreichbar.
Kommunikativ pflanzen wir uns fort, indem wir dafür sorgen, dass unsere Meinungen weiter verbreitet werden, z. B. über Gerüchte, Geschwätz, etc..
Das Zwischenhirn ist rund 30 Millionen Jahre alt. Dort sitzen die Emotionen, die der Mensch in diesem Sinnzusammenhang gelernt hat, z. B. Wut, Trauer, Angst, Freude, Sorge, Euphorie. Je nachdem an welcher Stelle diese Emotion sitzt, wird die Schleuse in das 10 Millionen Jahre junges Großhirn geöffnet.
Der Mensch hat dann erst die Möglichkeit, rational zu entscheiden, was als Nächstes zu tun ist.

WIE KOMMUNIZIEREN LEBENDIGE ORGANISMEN?

Seit vielen Jahre befasse ich mich mit dem großen Themenfeld Kommunikation und erforsche das Wirkungsprinzip von lebendiger Kommunikation.

Mir ist dabei aufgefallen, dass unser weit verbreitetes Kommunikationsverständnis auf einem Missverständnis beruht. Sämtliche Kommunikationsmodelle in der wissenschaftlichen Literatur beschreiben Kommunikation als eine lineare Abfolge von Impulsen. Wie beispielsweise auch das Sender-Empfänger-Modell, das in den 40er-Jahren von den amerikanischen Mathematikerkollegen Claude Shannon und Warren Weaver entwickelt wurde. Heute, knapp 80 Jahre später, ist es immer noch Grundlage für viele weitere Kommunikationsmodelle, die zwischenzeitlich auf unser komplexeres Kommunikationsverhalten adaptiert wurden.

Der grundlegende Fehler, das ist meine ganz persönliche Meinung, liegt darin, dass wir Kommunikation linear beschreiben und begreifen. Das mag in der technischen Welt durchaus zutreffend sein. Shannon und Weaver entwickelten das Sender-Empfänger-Modell für eine Telefongesellschaft, um die Störempfindlichkeit beim Medium Telefon zu reduzieren. Die Kommunikation von Lebewesen unterscheidet sich jedoch grundlegend von der technischen Kommunikation. Statt einer linearen Impulsfolge kommunizieren lebendige Organismen multidimensional und in Form von radialer Pulsation. Die Übertragung ist nur scheinbar steuerbar und entzieht sich vollkommen der inhaltlichen Informationsübermittlung.
Bislang liegt noch kein Kommunikationsmodell vor, das Kommunikation von lebendigen Organismen eindeutig beschreibt. Daher habe ich mir erlaubt, meine Erkenntnisse in einem neuen Kommunikationsmodell zusammenzufassen. Das Pulsationsmodell beschreibt die lebendige Kommunikation von Menschen.

EXKURS

DAS PULSATIONSMODELL

Wer schon einmal einen Stein ins Wasser geworfen hat, konnte folgendes beobachten: Dort, wo der Stein in die Wasseroberfläche eintauchte, bildete sich ein Zentrum. Pulsierende Wellen bewegten sich in konzentrischen Kreisen von der Mitte nach außen. Ein zweiter Stein, der ins Wasser eintaucht, verhält sich ganz genau so. Auch von seinem Zentrum bewegen sich Wellenimpulse nach außen. Seine Wellen durchkreuzen zwar die Wellen des anderen Steins, lassen sie jedoch ungehindert weiter ihre Kreise ziehen. Wiederholt man den Steinwurf, würde das Zentrum einen weiteren Impuls erfahren und diesen in konzentrischen Kreisen weiter nach außen geben. Wie weit die Kreise ziehen und wie lange die Pulsation anhält, ist von der Wiederholung und Stärke des Impulses abhängig und davon, ob sie von sogenannten „Wellenbrechern” aufgehalten werden.
Die pulsierende Ausstrahlung ist auch in anderen lebendigen Organismen zu erkennen, u. a. im Erdmagnetfeld oder dem Lebenskraftfeld des Menschen.
Das Wirkungsprinzip, dass wir beim Steinwurf ins Wasser als Pulsation in konzentrischen Kreisen wahrnehmen, ist bei allen lebendigen Organismen wiederzufinden, die dieselbe innere Struktur aufweisen. Das Magnetfeld der Erde: die Ausstrahlung erfolgt über das Toroidfeld. Der geomagnetische Nordpol und Südpol bilden die Dipolarachse. Die Erdenergie überträgt sich über Feldlinien multidimensional nach außen. Würde man das Erdmagnetfeld am Äquator aufschneiden, so wäre dort ein Ringfeld erkennbar, das ebenfalls in konzentrischen Kreisen von der Mitte nach außen pulsiert. Das Lebenskraftfeld des Menschen – die Aura – ist gemäß derselben Architektur aufgebaut. Auch der menschliche Körper hat ein Toroidfeld und ein Ringfeld, das sich aus zwei polaren Kräften speist. Die Ausstrahlung und Reichweite des Feldes ist abhängig von der zugrundeliegenden Kraft und wird nur von Blockaden gebrochen, die eine pulsierende Bewegung verhindern.

MERKMALE DES PULSATIONSMODELLS

In der lebendigen Kommunikation lassen sich drei Merkmale des Pulsationsmodells wie folgt erkennen:

  • Der Kommunikator muss klar und eindeutig senden. Wer keine Meinung hat, oder mehrdeutige Impulse ausstrahlt, kann andere nicht erreichen und überzeugen.
  • Der Kommunikator muss stark ausstrahlen. Sein Impuls braucht die nötige Kraft, um andere am Herz zu berühren. Reize, die im Stammhirn gesetzt werden und unsere Urinstinkte anregen (flüchten, kämpfen, tot stellen, fortpflanzen) bzw. unser Zwischenhirn erreichen und Emotionen hervorrufen, sind besonders stark und effektiv.
  • Der Kommunikator muss kontinuierlich ausstrahlen. Immer wieder mal ein bisschen kommunizieren, bringt letztlich nichts. Der Impuls verpufft. Wer dranbleibt und regelmäßig den eigenen Standpunkt vertritt wird andere überzeugen.

Im STEAUF-Spiel überprüfen die Teilnehmer ihr eigenes Kommunikationsverhalten daraufhin, ob sie in der Lage sind, Beziehungen mit anderen aufzubauen und „communio“, also Gemeinschaft zu pflegen.

Auszug aus dem Buch von Aufleger, Stefanie (2019): Lebendige Unternehmen spielen!

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STEFANIE AUFLEGER

Lebendige Unternehmen lernen von der Natur! Nach diesem Leitsatz lebe und arbeite ich seit vielen Jahren. Gern teile ich meine Erfahrung mit anderen Unternehmer*innen, Führungskräften und Start-ups.

Meine Spezialgebiete sind: Führungsfragen, Betriebsentwicklung, Strategische Kommunikation, Krisen- und Konfliktmanagement. In der Supervision lege ich meinen Fokus auf die Bedürfnisse meines Gegenübers. Meine Impulse dienen der Motivation, der Reflexion, der Orientierung und der Ermutigung, den nächsten Schritt gehen zu können. Ab und an gibt es auch mal eine „Kick-in-my-Ass“-Ansage. Natürlich wertschätzende und nur dann, wenn es dem Vorankommen dient ;o)

Gern lade ich Sie in die STEAUF-Werkstatt nach Konstanz ein. Ein Austausch ist jedoch auch via Telefon oder Zoom/Skype-Meeting möglich. Terminanfragen bitte an kontakt@steauf.de.

Ich freue mich auf Sie!

Herzlicher Gruß
Stefanie Aufleger

TERMINANFRAGE

NATÜRLICH möchte ich mehr über das STEAUF Prinzip "LERNEN VON DER NATUR" erfahren.
Ich interessiere mich für einen kostenlosen Gesprächstermin (ca. 30 Min) mit Stefanie Aufleger in der STEAUF-Werkstatt.

Ein Gespräch wäre für mich am besten
telefonischvia Zoom/Skypein Verbindung mit einem persönlichen Besuch in der STEAUF-Werkstatt

Bitte kontaktieren Sie mich, wegen eines Terminvorschlags.


Lebendige Unternehmen lernen von der Natur. Seit Millionen von Jahren gestaltet die Natur ihre lebendigen Organismen höchst effizient, nachhaltig und gemeinwohlorientiert. Wäre es nicht sinnvoll, ein so erfolgreiches Wachstumskonzept auf Unternehmen zu übertragen? Genau das macht Stefanie Aufleger. Mit dem STEAUF Spiel zeigt sie den Weg auf, um lebendige Unternehmen zu gestalten. Spielerisch einfach lernen Unternehmen vom Best-Practice-Partner: Der Natur selbst.

Natürlich Wachstum – Das STEAUF-Prinzip zeigt lebendigen Unternehmeneinen natürlichen Weg aus der Krise. Inspiration bietet das virtuelle Wirtschaftsbuch „Lebendige Unternehmen spielen!“ als 360-Grad-VR-Rundgang.

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