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16. Dezember 2022

Leckerli kenne ich vor allem aus dem Hundetraining. Dort haben sich die kleinen Leckerbissen bewährt, um meinen Hund zu belohnen.

Der Begriff „Leckerli“ beschreibt kleine Süßigkeiten oder Kekse, die als Snack oder Geschenk angeboten werden. Ursprünglich hat es gar nichts mit Hunden zu tun. Die Tradition des Leckerli-Verteilens geht auf das 16. Jahrhundert in der Schweiz zurück. Dort werden seither zu besonderen Anlässen wie Weihnachten oder Silvester „Läckerli“ an Freunde oder Familienangehörige verschenkt. Es sind kleine Gebäckstücke, die aus Honig, Nüssen und Mandeln hergestellt werden und oft mit Zimt und anderen Gewürzen verfeinert sind, vielen auch als „Basler Läckerli“ bekannt.

Bereits in der Antike labten sich die Menschen am Geschmack von Honigkuchen. Im 12. Jahrhundert entwickelten Klöster daraus die Rezepte des Lebkuchens: Mit der Ankunft der orientalischen Gewürze in Europa, wie Anis, Kardamom, Koriander, Muskat, Nelken und schwarzer Pfeffer, backten sie schmackhafte Fladenkuchen. Sie galten als gesund, heilend, verdauungsfördernd und appetitanregend und durften deshalb selbst in der Fastenzeit genossen werden.
Im 16. Jahrhundert entstanden daraus richtige Lebkuchen-Metropolen, u.a. in Aachen, Braunschweig, Pulsnitz/Oberlausitz und Nürnberg.

Auch heute gehören Lebkuchen auf den adventlich gedeckten Kaffeetisch – haufenweis läuten sie bereits im September in den Supermarktregalen die Adventszeit ein. Ihren Status der „gesunden Nahrungsergänzungsmittel“ haben sie zwar zwischenzeitlich verloren, wenngleich sie immernoch das Leben vieler angenehm versüßen. In bitteren Zeiten ist das ja auch nicht verkehrt …!

Entsprechend des Schweizer Brauchtums werden heute Lebkuchen-Leckerli in vielen Teilen der Welt zu verschiedenen Anlässen verteilt, oft als Dankeschön für die Unterstützung oder als kleine Aufmerksamkeit.

Eine schöne Geste, wie ich finde. Vor allem dann, wenn man bewußt an den ungewöhnlichen Brauch im mittelalterlichen Advent anknüpft. Auf den Bauernhören haben Mägde und Knechte in der Adventszeit mit ihren Herrschaften die Rollen vertauscht. So wurden die Angestellten zu den Herrschaften, und umgekehrt bedienten nun die Dienstherren ihre Knechte und Mägde. Alle kamen an einem Tisch zusammen und aßen gemeinsam. Dazu wurde ein würziger Fladenkuchen, der Lebkuchen, gebacken, und an alle Hausbewohner, Gäste und Arme verteilt.

Solche Leckerli gefallen mir, weil „das Materielle“ nicht im Vordergrund steht, sondern das Wertvollste, was wir Menschen zu schenken haben: der Dank für die Zeit miteinander.

In diesem Sinne: bleibt aufmerksam und dankbar für EUCH!

Eure Stefanie

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