FLÜGEL STUTZEN
11. Dezember 2022
ZWISCHENTÖNE
13. Dezember 2022

Geht es nur mir so oder euch auch: Ich bin echt froh, wenn dieses Jahr endlich vorbei ist. Schnell ging es: Schwupp-di-wupp, und schon wachte ich im Weihnachtsstress wieder auf.

Das Jahresendgeschäft ist in vollem Gange und – wie jedes Jahr – fällt einigen Kandidaten wieder ganz zum Schluss ein, was sie UNBEDINGT noch dieses Jahr bräuchten. Besinnlich – von wegen! Dieses Jahr zieht und zerrt es an allen Enden – und zugig ist es noch obendrein! Kundenbesuche finden ausschließlich im Zwiebellook statt. Sorry-Sätze sind an der Tagesordnung: „Sorry, bei uns ist es etwas frisch. Sie wissen ja, die Energiekosten. Wir haben uns angepasst!“

Oh ja, ich weiß. Viele passen sich gerade an – zu viele! Ich auch! Und ich gebe zu: langsam aber sicher habe ich die Nase voll davon! „Hatschi!“

In meinem Bauch grummelt es. Hunger? Auf dem Weg zum nächsten Termin halte ich beim Asiaten an: „Geschlossen!“ Eine Straßenecke weiter beim Griechen: „Wegen Personalmangel nur noch abends geöffnet!“ Prima! Läuft!

Das Telefon klingelt. Kunde ruft an: „Es tut mir so leid, wir müssen den Workshop nochmals verschieben. Krankheitsbedingte Personalausfälle.“

Der nächste Anrufer klopft an – so nett: Ich werde zur Betriebsweihnachtsfeier bei einem Kunden eingeladen … doch so richtig freuen über einen weiteren Termin kann ich mich nicht … der Tag ist ohnehin so vollgepackt. Mag den Kunden nicht enttäuschen und sage zu … ob das jetzt so auf-richtig war?

Plötzlich fällt es mir wieder ein: Das Wichtelgeschenk! Im Verein wird gewichtelt und ich habe noch kein Geschenk besorgt.

Freundin ruft an: „Hast du es schon mitbekommen, dem M. geht es ganz schlecht.“ Oh nein, bitte keine weiteren Schreckensnachrichten mehr. Was ist bloß los in der Welt?

Bing, bing, bing – drei WhatsApp-Nachrichten hintereinander aus dem Glüh-Gin-Gruppen-Chat: Wie bin ich da eigentlich reingerutscht? Bing-bing. Wo kann ich die Gruppe schnellstmöglich verlassen?

Zuhause endlich angekommen, begrüßt mich meine Tochter: „Mama! Was wünscht du dir eigentlich zu Weihnachten?“
Ich nehme sie in den Arm und sage: „Mehr Zeit – mir dir, mit mir und mit meinen Liebsten!“ Sie strahlt mich an und mir wird zum ersten Mal heute ganz warm ums Herz.

Das sind die wahren Weihnachtsgeschenke! Sie stehen schon da und warten darauf, geöffnet zu werden.

Und wisst ihr was: es ist verblüffend einfach! Das Passwort dafür heißt, PRIORITÄTEN SETZEN! Das geht so: Kalender öffnen und alles streichen, wovon ich die Nase voll habe. Dreimal „geschnäuzt“ und schon ist mein Kopf wieder frei.

In diesem Sinne: kräftig schnäuzen!

Eure Stefanie

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