LECKERLI
15. Dezember 2022
GERECHTE VERTEILUNG
18. Dezember 2022

Was? Das Jahr ist schon wieder bald um? Eigentlich wollte ich heute in meinem adventlichen Impuls über die verschiedenen Zeitqualitäten schreiben, die uns durchs Jahr hindurch begleiten. Über die Early Birds, die den Frühbucherrabatt bekommen, weil sie eben immer rechtzeitig dran sind. Über die notirischen Zu-Spät-Kommer, die mit ihrem „schlechten“ Zeitmanagement manch einen zur Weißglut treiben. Ich wollte über den „letzten Moment“ schreiben und wie froh ich darüber bin, dass es ihn gibt: Manches würde sonst wohl nie fertig werden.

Doch wie kann man über den FALSCHEN ZEITPUNKT schreiben, wenn nicht vorab geklärt ist: Was ist denn die RICHTIGE ZEIT?

In der Philosophie und in der Kunst werden verschiedene Zeitqualitäten oder -charakteristiken unterschieden, die die Art und Weise beschreiben, wie wir die Zeit wahrnehmen und erleben. Hier sind einige Beispiele:

CHRONOS: Diese Zeitqualität wird häufig mit der linearen, quantitativen und messbaren Zeit assoziiert, die wir in der physischen Welt erleben. Sie wird durch Uhren und Kalender gemessen und ist von der Vergangenheit bis zur Zukunft orientiert.
AION: Diese Zeitqualität wird als die zeitlose, unendliche oder ewige Zeit verstanden, die jenseits der begrenzten, von der physischen Welt abhängigen Zeit liegt. Sie wird häufig mit spirituellen oder metaphysischen Konzepten in Verbindung gebracht.
KAIROS: Diese Zeitqualität wird als die „Goldene Gelegenheit“ betrachtet und als der günstige Zeitpunkt für eine Handlung oder ein Ereignis verstanden.
ERON: Das ist die Zeit der Verzögerung oder des Wartens.

Und während ich so durch Zeit und Raum philosophiere, kam alles anders als erwartet: Heute besuchte ich die Mutter meiner lieben Freundin, die sich gerade aus dem Leben verabschiedet. Wir wollten uns nochmals im Hierseits begegnen, auch um meine Dankesrede für sie zu besprechen, ihre letzten Worte, die ich auf dem Friedhof an die Trauernden übermitteln darf.

Muss das ausgerechnet heute morgen sein! Kurz vor Weihnachten habe ich den Schreibtisch voll! Schneeglätte und Eis auf der Straße! Grhhhhhhrrr!

Doch dann kam ich – Gott sei Dank – wieder zur Besinnung und unterbrach meinen Artikel über den FALSCHEN ZEITPUNKT, weil mir plötzlich klar wurde, was JETZT dran ist! Ich stieg ins Auto und fuhr los – die Straßen waren frei und ich kam zur rechten Zeit da an, wo in diesem Moment mein Platz war. Es war nicht nur richtig, es war auch für mich eine gute Lektion – und ich wurde reich beschenkt mit der Erkenntnis: Es gibt keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt. Es gibt nur verpasste Momente!

In diesem Sinne: Carpe diem, memento mori. Nutze den Tag und bedenke, dass du sterben musst.

Eure Stefanie

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